Grußworte

Schirmherr des Handyfilmwettbewerbs Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Grußwort zum 2. Handyfilmwettbewerb 2010
Das Handy hat sich in wenigen Jahren zum Massenmedium entwickelt und ist laut JIM-Studie (Jugend, Information und Multimedia) das am weitesten verbreitete Multimedia-Gerät unter Kindern und Jugendlichen.
Das mobile Telefonieren scheint aber mittlerweile nur noch eine Funktion am Rande zu sein, denn SMS und MMS, das Fotografieren, das Abspielen von Musik, Terminverwaltung, Navigation bis hin zum Internetaccess und Mobil-TV sind Funktionalitäten die die neue Generation dieser Geräte ausmachen. Das Aufnehmen von Videos mit stecknadelgroßen Kameralinsen in mäßiger Qualität schien zunächst nur eine Spielerei am Rande und konnte den echten Videokameras kaum Konkurrenz machen. Aber in den Händen experimentierfreudiger und kreativer Kinder und Jugendlicher entstanden die ersten Handyfilmclips und fanden über das Internet rasch eine Fangemeinde.
Die Auseinandersetzung mit dem Medium Film erhält eine neue Qualität, wenn man selbst zum Akteur wird, andere unterhält oder gar eigene Medienbotschaften gestaltet. Ob als Drehbuchautor, Regisseur, Schauspieler oder Kameramann, alles ist möglich. Das Handy wird zum Filmstudio in der Hosentasche.
Was liegt näher, als diese Clips einem interessierten Publikum und einer kritischen Jury vorzustellen?
Ich freue mich deshalb besonders, die Schirmherrschaft über den 2. Handyfilm-Wettbewerb übernehmen zu dürfen und rufe alle kreativen jungen Leute unseres Bundeslandes dazu auf, sich unter dem Motto „It’s handy – it’s party!“ mit eigenen Clips zu beteiligen.
Für Einsteiger und gestandene Handyfilmer die ideale Plattform ihre Werke einem breiten Publikum vorzustellen.
Was tatsächlich alles möglich ist, solltet ihr euch am besten auf der Wettbewerbswebseite des Vorjahres ansehen. Neben dem Sieger und Gewinner des Golden Phone 2009, Daniel Zimmermann mit „Der Mann der Fastfood hasste.“ findet ihr hier auch viele Anregungen für eigene Filmideen.
Es muss ja nicht gleich ein aufwändig gestalteter Animationsfilm werden. Eine interessante Story mit einem überraschenden Happy End, ein witziges Erlebnis oder ein berechtigter „Aufreger“, Menschen die euch beeindruckt oder enttäuscht haben – wie immer sind wir gespannt auf eure Clips und freuen uns auf die besten Handyfilmer 2010!
Henry Tesch
Filmland M-V gGmbH
Mach’ deinen eigenen Film!
Wir alle sind fasziniert von der Macht der Bilder und von den technischen Möglichkeiten die uns ein Film beim Schauen im Kino oder Fernsehen suggeriert. Wir wissen, der Erfolg ist abhängig von verschiedenen Komponenten, die ein Regisseur gut, oder eben nicht so gut, zusammenführt. Ein gutes Drehbuch ist Grundvoraussetzung, um eine gute Geschichte zu erzählen, gute Schauspieler tragen den Stoff, die Perspektiven der Kamera, ein interessantes Szenenbild und die Wahl der Filmlocation tun ein Übriges, und am Ende geben die Cutter und die Tonmeister ihr Bestes. Das Ergebnis: ein Film der den Zuschauer bewegt, ihn zur Diskussion anregt, ihm Fantasiewelten eröffnet und ggf. neue Stoffe gebiert und neue Stars hervorbringt.
Der Handyfilmwettbewerb M-V stellt sich den Herausforderungen der modernen Zeit. Wir sehen ihn als logische Fortsetzung des Ansatzes der Schulkinowoche M-V. Hier wird sich das Engagement des jungen Publikums erweitern und im Kontext des Projektes ‚Kunst im Dialog’ werden aus Rezipienten künstlerische Akteure. Die FilmLand M-V gGmbH will dazu anstiften, den Film neu zu erfahren, und wir freuen uns auf die ganz persönlichen Entdeckungen der jungen Filmemacher. Dabei hilft die technische Entwicklung. Nach den Digi-Cams der 90er Jahre sind es jetzt die Videofunktionen von Handys die es auf der technischen Ebene erleichtern, erfolgreich zu filmen. Die so spielend erworbene mobile Kommunikationskompetenz demokratisiert das Medium Film in ungeahnter Weise. Jeder kann seine Kunst jedem zu jeder Zeit nahe bringen. Diesen Prozess möchten wir mit künstlerischer Kreativität anreichern. Wir wollen dazu anstiften, den Film neu zu entdecken. Es gilt, eigene Ideen zu entwickeln statt nur passiv zu konsumieren. Das ist es, was gelebte Demokratie ausmacht.
Entdecke deine Umwelt, entdecke dich selbst, bringe dich aktiv ein!
Herzlichst,
Torsten Jahn
Geschäftsführer der Filmland M-V gGmbH




